Naturheilmittel / Regulationspharmazie

Heilpflanzen: Lavendel beruhigt
Wirkstoffe des Lavendels können ähnlich beruhigend wirken wie Benzodiazepine

Lavendelöl wirkt bei einer generalisierten Angststörung ähnlich gut wie ein Benzodiazepin, weist eine in dem Fachmagazin Phytomedicine veröffentlichte Studie nach.

 

An der Untersuchung nahmen 77 Angstpatienten teil, die sechs Wochen lang täglich 80 Milligramm Lavendelöl oder 0,5 Milligramm Lorazepam einnahmen.

In beiden Gruppen besserten sich die Angstzustände vergleichbar – und ebenso die Schlafqualität. Benzodiazepine sind Arzneistoffe, die bei längerer Anwendung abhängig machen.  

(Quelle: Apotheken Umschau)

 

 

 

 
Walnüsse: Knackig und gesund

Wer täglich eine Handvoll davon isst, schützt Herz und Kreislauf

Wegen ihres hohen Gehalts an mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren senken Walnüsse den Cholesterinspiegel und damit das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Außerdem enthalten sie große Mengen der Aminosäure Arginin sowie Vitamin E, Folsäure, Kalium und Magnesium.

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen empfiehlt deshalb, täglich vier bis fünf Walnüsse zu verzehren – zum Beispiel in Müslis, Salaten oder Nussbroten. Auch Walnussöl ist für die kalte Küche empfehlenswert.
 
(Quelle: Apotheken Umschau / GesundheitPro)


Heilkräuter: Wie Thymianöl wirkt

Ein spezieller Inhaltsstoff des ätherischen Öls steuert Entzündungen entgegen

Viele Pflanzenöle gelten als hilfreiche Arznei: Nelkenöl bei Entzündungen der Mundschleimhaut, Eukalyptus- und Thymianöl gegen Husten.Forscher der Universität Nara (Japan) untersuchten das Öl des Thymians jetzt noch einmal gesondert, weil es bei Zellversuchen entzündliche Prozesse besonders erfolgreich unterdrückt hatte.
 
Als verantwortliche Substanz identifizierten die Wissenschaftler den Wirkstoff Carvacrol. Dieser Bestandteil von Thymianöl senkte die Aktivität des Enzyms Cyclooxygenase-2 (COX-2), das wesentlich an Entzündungsvorgängen beteiligt ist, um mehr als 80 Prozent.
 
(Quelle: Apotheken Umschau / GesundheitPro)

 

Sauna: Hitze verstärkt Arzneiwirkung

Das Schwitzbad kann zu unerwünschten Effekten im Umgang mit Medikamenten führen

Ein Saunabesuch kann die Wirkung bestimmter Medikamente verändern. Darauf weist die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) hin. Bedingt durch die Wärme gäben zum Beispiel Schmerz- oder Nikotinpflaster mehr Wirkstoff in die Haut und das Blut ab.

Das Schwitzbad könne zudem die Klebefähigkeit dieser Pflaster beeinträchtigen. Außerdem sollten sogenannte Rheumasalben nicht vor dem Saunagang aufgetragen werden, um mögliche Hautreizungen zu vermeiden.
 
(Quelle: Apotheken Umschau / GesundheitPro)

 

Kneippen senkt den Blutdruck

Regelmäßig angewendet, helfen kalte Güsse Patienten mit zu hohem Blutdruck

Wasseranwendungen nach Pfarrer Sebastian Kneipp regen den Kreislauf, den Stoffwechsel und das Immunsystem an. In einer Studie zeigten Ärzte der Klinik Bad Wörishofen nun, dass die Heilkraft des Wassers auch den Blutdruck senken kann. Die Hälfte von 98 Kur-Patienten mit Bluthochdruck erhielt neben den üblichen Therapien zusätzlich drei Wochen lang Kneipp’sche Anwendungen.Bei diesen Teilnehmern stiegen die Werte während einer körperlichen Anstrengung weniger an als in der Kontrollgruppe, und auch die Gesamtleistung war besser. Am Ende der Reha konnten nur die Kneipp-Anwender die Menge ihrer blutdrucksenkenden Mittel verringern.
 
(Quelle: Apotheken Umschau / GesundheitPro)

 

Tees: Richtig aufbrühen!

Gießen Sie Ihren Kräutertee mit kochendem Wasser auf


Auf vielen Kräuter- und Früchteteepackungen steht: „Immer mit sprudelndem Wasser aufgießen. Nur so erhalten Sie ein sicheres Lebensmittel.“ Dieser Zusatz wurde nötig, weil sich das Verhalten der Verbraucher verändert hat. „Manche Mütter erwärmen Fencheltee für ihr Kind nur handwarm in der Mikrowelle“, sagt Dr. Monika Beutgen von der Wirtschaftsvereinigung Kräuter- und Früchtetee. Andere nehmen heißes Leitungswasser. Doch nur sprudelnd kochendes Wasser tötet mögliche Keime sicher ab.
 
(Quelle: Apotheken Umschau / GesundheitPro)


Vorsicht vor Jakobskreuzkraut

Die Pflanze enthält Stoffe, die die Leber schädigen können

Weithin sichtbar blüht das gelbe Jakobskreuzkraut. Die Pflanze ist äußerst genügsam und wächst vor allem an Wegrändern und Bahndämmen. Doch nun hat sie sich auch auf Wiesen und Weiden ausgebreitet. Möglicherweise bedeutet das eine Gefahr für den Menschen, denn die Pflanze enthält Pyrrolizidinalkaloide. Das sind Lebergifte. Die starke Verbreitung des Jakobskreuzkrauts hat inzwischen bei Tieren schon Todesfälle verursacht. Beim Menschen führen bereits geringe Mengen dieser Substanzen langfristig zu Leberkrebs. Nimmt man große Mengen davon auf, droht ein unmittelbarer Leberschaden.


 
(Quelle: Apotheken Umschau / GesundheitPro)

 

Ginseng hemmt Entzündungen

Forscher haben festgestellt, dass ein paar der Inhaltsstoffe des Ginsengs Entzündungen hemmen können

Die asiatische Ginsengwurzel ist ein Heilmittel mit jahrhundertealter Tradition. Nun haben Forscher der Universität Hongkong die Wirkung der Pflanze im Labor untersucht. Wie das Team um Allan Lau im Journal of Translational Medicine berichtet, hat die Wurzel dabei entzündungshemmende Eigenschaften gezeigt.

Die Wissenschaftler hatten menschliche Immunzellen mit verschiedenen Ginseng-Extrakten behandelt und deren Wirkungen auf Entzündungsprozesse und das Immunsystem getestet. Sieben der neun identifizierten Wirkstoffe – sogenannte Ginsenoside – unterdrückten den entzündungsfördernden Eiweißstoff CXCL 10. Weitere Untersuchungen sollen folgen.
 
(Quelle: Apotheken Umschau / GesundheitPro)

 

Heilpflanze: Ingwer lindert Übelkeit

Eine Chemotherapie führt oft zu Brechreiz. Ingwer kann helfen

Übelkeit und Erbrechen gehören zu den häufigsten Nebenwirkungen der Chemotherapie: Sie betreffen etwa 70 Prozent aller Krebspatienten. Wie Forscher der Universität Rochester (USA) auf der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology berichteten, lindert Ingwer-Extrakt die Beschwerden um 40 Prozent.644 Krebspatienten hatten in einer Studie zusätzlich zur Standardtherapie gegen Übelkeit ein Ingwerpräparat oder ein wirkstofffreies Mittel bekommen. Der Ingwer wurde drei Tage vor und nach der Chemotherapie verabreicht. Die Forscher vermuten eine entzündungshemmende Wirkung.
 
(Quelle: Apotheken Umschau / GesundheitPro)