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„Es gibt einfache Tricks, auch im Alltag seinen Rücken
zu schonen“, sagt Dr. Helmut Kreil aus München. Lesen
Sie, was der Experte von der Interessengemeinschaft der Rückenschullehrer/
-innen (IGR) rät, um die Wirbelsäule rund um die Uhr zu
entlasten.
1. Verlagern Sie beim Aufstehen Ihr Gewicht
Stellen Sie Ihre Füsse leicht auseinander. Beugen Sie sich
mit geradem Rücken nach vorne, und verlagern Sie Ihr Gewicht
anschließend so weit nach vorn, bis der Schwerpunkt über
den Füssen liegt. Drücken Sie sich dann mit den Füssen
vom Boden ab, und stehen Sie auf, indem Sie die Beine strecken.
2. Gehen Sie einfach in die Knie
Stellen Sie das Staubsaugerrohr individuell auf Ihre Griffhöhe
ein, sodass Sie sich nicht bücken müssen. Gehen Sie beim
Saugen in Schrittstellung und leicht in die Knie. Während der
Arbeit bleibt Ihre Wirbelsäule aufrecht. So sollten Sie auch
Haltung wahren, wenn Sie unter den Möbeln saugen müssen.
3. Halten Sie Ihren Rücken immer gerade
Die Wirbelsäule im Stress des Alltags immer gestreckt zu lassen,
ist gar nicht einfach. Ein kleiner Trick hilft Ihnen dabei: Stellen
Sie sich vor, dass oben an Ihrem Kopf ein Band angebracht ist, welches
Sie nach oben zieht. Probieren Sie es aus: Sie haben das Gefühl,
als ob Ihr Rücken ganz lang wird!
4. Arbeiten Sie nicht über Kopf
Stehen Sie beim Fensterputzen aufrecht, die Knie sind etwas angewinkelt
– verlagern Sie dabei Ihr Gewicht leicht auf das vordere Bein.
Vermeiden Sie, über Kopf zu putzen, weil Sie sonst ein Hohlkreuz
riskieren. Steigen Sie lieber auf die Leiter, oder benutzen Sie
einen ausziehbaren Teleskopstab.
5. Wechseln Sie häufig die Position
Verlagern Sie beim Stehen Ihr Gewicht abwechselnd von einem Bein
aufs andere. Setzen Sie sich zwischenzeitlich hin, oder laufen Sie
ein paar Schritte. Was auch den Rücken entlastet: sich ab und
zu auf eine härtere Unterlage (etwa Fußboden) legen und
die Beine auf einer Kiste hochlagern – Rücken, Oberarm
und Unterschenkel bilden einen rechten Winkel.
6. Heben Sie leichte wie schwere Lasten nah am Körper
an
Gehen Sie in Schrittstellung leicht in die Hocke – die Wirbelsäule
bleibt dabei gestreckt. Ziehen Sie dann die Getränkekiste nah
an Ihren Körper, und heben Sie sie in Etappen nach oben. Diesen
„Kraftakt“ sollten Sie aus Ihren Oberschenkeln stemmen,
nicht aus dem Kreuz
7. Stellen Sie die Arbeitshöhe richtig ein
Sie müssen sich vor Ihrer Arbeit nicht verbeugen. Stellen Sie
häufig benutztes Geschirr in Augenhöhe in Ihre Hängeschränke.
Kaufen Sie einen Kühlschrank, bei dem sich das weniger benutzte
Gefrierfach unten befindet, lagern Sie Lebensmittel dafür so,
dass Sie sich nicht bücken müssen. Die Arbeitsplatte in
Ihrer Küche ist gut angebracht, wenn Sie mit den Armen im rechten
Winkel bequem arbeiten können. |
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8. Nutzen
Sie Hilfsmittel
Wer nicht so beweglich ist: Ein kleiner Hocker erleichtert das Schuheschnüren.
Beim Strümpfeanziehen können im Handel erhältliche
Anziehhilfen unterstützen. Ein Tipp für Gartenfans: Es
gibt rückenschonende Geräte, etwa Harken und Rechen mit
einem ausziehbaren Stiel.
9. Teilen Sie Lasten auf
Wenn Sie viel eingekauft haben: Tragen Sie die Ware mit beiden Händen,
sodass die Last auf beide Seiten Ihrer Wirbelsäule verteilt
ist. Hängen Sie Ihre Handtasche nicht über die Schulter.
Sonst ziehen Sie diese automatisch nach oben, und die umliegende
Muskulatur verkrampft.
10. Stehen Sie richtig auf
So schonen Sie beim Aufstehen Ihren Rücken: Drehen Sie sich
am Bettrand in Seitenlage, stützen Sie sich mit den Armen seitlich
auf, und lassen Sie dann Ihre Beine zu Boden sinken. Stoßen
Sie sich mit den Händen vom Bett ab, um auf die Beine zu kommen.
11. Bügeln Sie auf der Höhe des Beckens
Stellen Sie Ihr Bügelbrett auf Höhe Ihres Beckens ein.
Treten Sie möglichst nah an das Brett heran – in Schrittstellung
und mit leicht gebeugtem Knie. Stellen Sie Ihren Wäschekorb
neben sich auf einen Stuhl. So müssen Sie sich nicht nach der
Wäsche bücken. Zur Entlastung können Sie auch Ihre
Füsse abwechselnd auf eine Fußbank (oder ein dickes Buch)
stellen.
12. Sitzen Sie dynamisch
Verändern Sie beim Sitzen möglichst Ihre Position: Stehen
Sie zwischenzeitlich auf. Und verlagern Sie beim Sitzen Ihr Gewicht
von einer Gesäßhälfte auf die andere. Auch wenn
Sie Ihr Sofa lieben: Die weiche Unterlage ist nicht gut für
Ihre Wirbelsäule. Ein kleines Kissen im Rücken entlastet
sie.
Hilfe aus der Apotheke
Schmerzpräparate durchbrechen den Teufelskreis
aus Schmerz, Schonhaltung und erneutem Schmerz. Greifen Sie auf
diese Mittel nur bei akuten Beschwerden zurück – bei
chronischen sollten Sie mit Ihrem Arzt Rücksprache halten.
Durchblutungsfördernde Mittel wärmen
die Haut und lockern verkrampfte Muskeln, der Schmerz lässt
nach. In der Apotheke erhalten Sie Zubereitungen in Salben- und
Gelform oder als Wärmepflaster. Ähnlich wirken Fangopackungen:
Die warmen Auflagen fördern die Durchblutung und entspannen
die Muskeln (Vorsicht bei Diabetes: Zuckerkranke leiden häufig
unter Sensibilitätsstörungen und einem eingeschränkten
Wärmeempfinden).
Pflanzliche Entzündungshemmer erhalten Sie
in der Apotheke zum Einnehmen und zur äußerlichen Anwendung.
Sie hemmen entzündliche Vorgänge in Muskeln und Gelenken,
Schwellungen und Schmerzen lassen nach. Ähnlich wirken Zubereitungen
zum Einreiben.
Knorpelschutzpräparate fördern den Stoffwechsel
des Knorpels im Gelenk. Davon profitieren Sie bei Rückenproblemen
indirekt. Um Kreuzbeschwerden zu lindern, sollten Sie sich viel
bewegen – und das funktioniert bei gesunden Gelenken am besten.
(Quelle: Senioren Ratgeber / GesundheitPro) |
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Kampf dem Wadenkrampf
Reichlich Flüssigkeit und Mineralstoffe beugen nächtlichen Wadenkrämpfen vor
Der Schmerz kommt urplötzlich - und intensiv. Ein Wadenkrampf kann jeden treffen, etwa 40 Prozent der deutschen Bevölkerung - überwiegend Ältere, Schwangere oder Sportler - sucht er sogar regelmäßig heim. Oft reißt er uns aus dem Schlaf oder zwingt uns während des Sports in die Knie. Die Sekunden, die es dauert, bis der Schmerz nachlässt, fühlen sich wie Minuten an.
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Wasser - Quelle des Lebens
Wasser ist das Ur-Element der Erde und unser wichtigstes Lebensmittel
Ein Kamel überlebt zwei Wochen ohne Wasser in der Wüste, wenn es vorher reichlich getrunken hat. Ein Mensch hält nur einige Tage ohne Flüssigkeitszufuhr durch, dann verdurstet er. Wasser hält uns am Leben - und ermöglicht dieses erst. Als Regen, Nebel, Tau, Schnee und Eis tritt es in Erscheinung, es formt Landschaften, lässt Bäume wachsen, Blumen blühen, war Ursprung aller Lebensformen auf der Erde.
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Gelernt ist gelernt
Was der Mensch sich einmal angeeignet hat, das verliert er nie wieder
Ob Fremdsprache, Klavierspiel oder Fahrradfahren: Was der Mensch einmal gelernt hat, verliert er nie, auch wenn er es vergisst. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie in München sind nun der Frage nachgegangen, warum das Wiedererlernen von Vergessenem schneller geht, als Neues zu erlernen. Das ist deshalb möglich, weil die Verbindungen zwischen den Nervenzellen im Gehirn nicht völlig abgebaut, sondern nur quasi auf Eis gelegt werden.
Die feinen Nervenfortsätze wachsen von Hirnzelle zu Hirnzelle, sobald der Mensch auf eine neu zu verarbeitende Information stößt. Bilden sie an ihrem Ende eine Kontaktstelle, eine Art Brücke zur Nachbarzelle, ist der Informationsaustausch gesichert: Der Mensch lernt. Wird die Brücke unterbrochen, vergisst er das Gelernte. Doch die Nervenfortsätze bleiben bestehen. „Das Gehirn scheint diese Fortsätze auf Vorrat zu behalten“, sagt Professor Mark Hübener, Leiter der Studie. „Denn eine einmal gemachte Erfahrung könnte man ja später noch mal brauchen.“
(Quelle: Senioren Ratgeber / GesundheitPro)
Fasten für's Gedächtnis
Wer kalorienarm isst, hat wohl ein besseres Erinnerungsvermögen
Wer sich im Alter beim Essen zurückhält, stärkt sein Gehirn. Darauf deutet eine Studie der Universität Münster hin, an der 50 gesunde Personen zwischen 50 und 79 Jahren teilnahmen. Ein Drittel von ihnen bekam 30 Prozent weniger Kalorien als gewöhnlich, ein Drittel 20 Prozent mehr ungesättigte Fettsäuren bei gleichem Kaloriengehalt, ein Drittel ernährte sich wie zuvor. Nach drei Monaten hatte das Erinnerungsvermögen nur in der "Diät-Gruppe" zugenommen - um durchschnittlich 20 Prozent.
(Quelle: Apotheken Umschau / GesundheitPro)
Krebs: Gefährliches Unwissen
Viele Menschen nehmen Alkohol und Übergewicht nicht als Risikofaktoren für Krebsleiden wahr
Weltweit herrscht großes Unwissen über Krebs. Das zeigt eine Umfrage im Auftrag der Internationalen Union gegen Krebs (UICC) mit knapp 30000 Teilnehmern in 29 Ländern. Grundsätzlich werden überall äußere Einflüsse - zum Beispiel die Luftverschmutzung - als höhere Krebsrisiken eingeschätzt als persönlich beeinflussbare Faktoren wie Übergewicht oder Alkoholgenuss.
In Ländern, in denen viel Alkohol getrunken wird, wussten sogar 42 Prozent der Befragten nicht, dass dieser Krebs fördert. Fatal: In ärmeren Ländern glaubt knapp die Hälfte der Bevölkerung, dass Krebs generell nicht heilbar ist und ignoriert deshalb oft die Vorsorgeprogramme.
(Quelle: Apotheken Umschau / GesundheitPro)
Vorsicht vor Hoodia-Präparaten
Diese Schlankheits-Pillen sind in Deutschland nicht zugelassen, aber trotzdem im Internet erhältlich
Hoodia gordonii, ein kaktusähnliches Gewächs aus Südafrika, wird wegen seiner angeblich appetitzügelnden Wirkung heftig im Internet beworben. Da es keine Wirksamkeitsnachweise oder Studien zu möglichen Gesundheitsrisiken gibt, sind Hoodia-Präparate in Deutschland weder als Arznei- noch als Nahrungsergänzungsmittel zugelassen.
Außerdem wird die Pflanze meistens illegal geerntet, sodass ihr Bestand mittlerweile stark gefährdet ist. Die Umweltstiftung WWF warnt daher ausdrücklich vor dem Kauf von Hoodia-Diätpillen über das Internet.
(Quelle: Apotheken Umschau / GesundheitPro)
Nächtliche Eskapaden: Schlafwandeln
Meist sind Kinder betroffen, aber auch noch im Erwachsenenalter kann das Phänomen auftrete
Für eine Zeitungsmeldung sind sie immer gut: der Herr, der nächtens ein Taxi besteigt, in Unterwäsche und nicht ansprechbar; die junge Studentin, die im Schlaf das Fenster öffnet, aus dem dritten Stock auf die Straße stürzt und sich komplizierte Brüche zuzieht.
Meist sind die nächtlichen Aktivitäten der Schlafwandler weniger spektakulär. „Oft stehen sie abrupt auf, tasten lediglich etwas orientierungslos im Raum umher und legen sich nach wenigen Minuten wieder hin“, berichtet Gwendolyn Böhm vom Schlafmedizinischen Zentrum der Technischen Universität München. Gar nicht selten werden allerdings auch Koffer gepackt, Betten bezogen oder Taschen ein- und ausgeräumt. Gefahr droht, wenn Betroffene das Bügeleisen anschalten oder Putzmittel trinken.
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Wie gesund ist Bier?
Wir machen ein gesundes Getränk, wirbt mancher Bierbrauer. Da ist was dran – mit Einschränkungen
Wer sich heute im Getränkeregal eines Supermarkts umschaut, entdeckt zuweilen höchst interessante Ware. Da stehen Flaschen, die – glaubt man der Beschreibung – medizinischen Zaubertrank enthalten. Das Immunsystem werde durch den Genuss gestärkt, der Körper angeblich auf natürlichem Wege entgiftet, und sogar das Altern könne – dank „Anti-Aging-Effekt“ – verlangsamt werden.
Inzwischen kennen die Verbraucher solche Sprüche und Versprechungen zur Genüge, und viele wissen auch, dass clevere Marketingleute bei den Herstellern mancherlei Tricks anwenden, um die Kunden zu beeindrucken.
Dabei geht es nicht nur um isotonische Fitness-Drinks für Sportler oder Milchgetränke, in denen bestimmte Bakterien oder Enzyme Positives bewirken sollen. Inzwischen wird sogar für Bier mit mehr oder weniger verdeckten Wellness- und Gesundheitsversprechen geworben.
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