Bei dieser Studie kontrollierten
zertifizierte Apotheker in 32 auf Diabetes-Patienten spezialisierten
Apotheken die Blutzucker-Bestimmung bei 462 zufällig ausgewählten
Typ-2-Diabetikern. Diese hatten dazu ihr eigenes
Messgerät mitgebracht. Jeder Schritt wurde in einem Protokoll
erfasst und auf richtige Ausführung beurteilt. Bei Bedarf erhielten
die Teilnehmer eine persönliche Anleitung, ergänzt durch
eine schriftliche Erläuterung.
Sechs Wochen später folgte die Kontrolle. Ergebnis: Die Fehlerrate
war von 83 auf 41 Prozent gesunken, die durchschnittliche Zahl nicht
korrekt ausgeführter Schritte von 3,1 auf 0,8. Noch wichtiger:
Bei jenen Fehlern, die zu falschen Messergebnissen führen können,
sank die Quote von 61 auf 24 Prozent.
Die anfangs sehr hohe Fehlerrate mag zunächst verwundern. Immerhin
kontrollierten die Testteilnehmer seit durchschnittlich sieben Jahren
ihre Werte selbst, und die Mehrheit hatte mindestens eine Schulung
erhalten. Vielleicht liegt aber genau darin die Erklärung:
Je mehr die Eigenkontrolle zur Routine gerät, desto leichter
schleichen sich Nachlässigkeiten und Missgriffe
ein. Deshalb sollte man das Angebot der Apotheken nutzen, rät
Dr. Ulrich Krötsch, Präsident der Bundesapothekerkammer:
"Die Apotheker beraten die Patienten individuell, so können
Fehler schnell abgestellt werden."
Diese unterlaufen Patienten bei der Vorbereitung, Durchführung
und Nachbereitung einer Kontrolle, berichten die Studienautoren
um Dr. Uta Müller von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände
(ABDA). Beispiele, die sie immer wieder protokollierten: das gewaltsame
Herauspressen des Bluts aus dem Finger, falsche Geräteeinstellungen,
nachlässiges Händewaschen, zu lange Benutzung derselben
Stechlanzette und unsachgemäße Aufbewahrung der Teststreifen.
Alles Fehler, die denen in anderen, ähnlich angelegten Untersuchungen
gleichen.
70 Prozent der Studienteilnehmer wendeten Insulin an. Gerade bei
ihnen ist ein korrektes Ergebnis besonders wichtig, weil sie häufig
die Dosis anhand ihrer selbst gemessenen Blutzucker-Werte
anpassen. Bedeutsam für eine konsequente Selbstkontrolle ist
es aber auch, Fehler zu vermeiden, die Schmerzen zur Folge haben
– etwa ungeeignete Einstichstellen, eine falsche Messtiefe
oder stumpfe Lanzetten. Hier erzielten die schulenden Apotheker
die größten Erfolge.
Ein auch ökonomisches Fazit zieht Apothekerpräsident Krötsch:
"Dieses Angebot der Apotheken stärkt die Sicherheit der Patienten
im Umgang mit ihrem Gerät, außerdem wird der Mehrverbrauch
an Teststreifen deutlich gesenkt." |
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Tipps zum Messen:
Hände waschen
Waschen Sie die Hände sorgfältig mit warmem Wasser, und
trocknen Sie sie gründlich ab.
Messgerät checken
Prüfen Sie, ob der Code auf der Streifenpackung mit dem auf
der Geräteanzeige übereinstimmt. (Manche Geräte codieren
automatisch)
Stechhilfe vorbereiten
Nehmen Sie die Kappe der Stechhilfe ab, und setzen Sie eine neue
Lanzette ein.
Blut entnehmen
Drücken Sie nach dem Einstich nur sanft auf den Finger. Pressen
Sie das Blut nicht heraus.
Packung verschließen
Verschließen Sie die Teststreifen-Packung, verwenden Sie keine
feuchten oder abgelaufenen Streifen.
(Quelle: Apotheken Umschau / GesundheitPro)
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